Statistik: Jahresbericht Zwangsversteigerungen 2008Zwangsversteigerungstermine leicht rückläufig
Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine im Jahr 2008 ist gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 88.379 Termine gesunken. Die Anzahl der gerichtlich anberaumten Termine bewegt sich noch immer auf hohem Niveau. Signifikant fällt der Rückgang der Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte aller Objekte gegenüber dem Vergleichszeitrum 2007 auf: Die Summe der Verkehrswerte bewegt sich in 2008 bei 15,39 Mrd. Euro und verzeichnet gegenüber dem Vorjahr 2007 einen Rückgang von 1,13 Mrd. Euro. Dies bedeutet eine Reduzierung in der Summe der Verkehrswerte von 6,9 %.
Der Jahresbericht der Argetra GmbH über die Zwangsversteigerungen an den deutschen Amtsgerichten umfasst die im Jahr 2008 anberaumten Zwangsversteigerungstermine mit den entsprechenden Verkehrswerten an über 500 bundesdeutschen Amtsgerichten. Wie in den vergangenen Jahren bieten wir Ihnen die Zahlen auf Bundes- und Regionalebene, sowie für 40 branchenrelevante Städte. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage (hier anfordern) detaillierte Auswertungen zu.
Entwicklung Zwangsversteigerungen - 1997 bis 2008
Die alten Bundesländer, bis auf Schleswig-Holstein (+2,65%), Hamburg (+11,01%), Bremen (+31,84%) und Nordrhein-Westfalen (+6,09%) fallen durch Abnahmen an Zwangsversteigerungsterminen im Jahr 2008 auf: Hessen (-2,23%), Baden-Württemberg (-7,98%), Saarland (-20,8%) und Berlin (-16,19%). Eine Abnahme von insgesamt -0,44 % ist hier zu verzeichnen. Die Neuen Länder sind - in der Betrachtung der absoluten Zahlen - nicht mehr die Spitzenreiter in der Zwangsversteigerungs-Statistik. Hier kann ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von -10,5 % festgestellt werden. Bemerkenswert ist die rückläufige Zahl in Sachsen mit -11,7 % sowie in Thüringen mit -18,2 %.
Zwangsversteigerungstermine nach Bundesland - 2008 gegenüber 2007
Um 5,1% zurückgegangen, nämlich auf 16,53 Mrd. Euro ist die Summe der amtlich festgesetzten Verkehswerte aller Immobilien, die in der Bundesrepublik zur Zwangsversteigerung anstanden. Fast alle Bundesländer - Ausnahme bilden Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin -zeigen für das Jahr 2007 einen Rückgang an Verkehrswerten gegenüber dem Vorjahr.
Summe der Verkehrswerte im Jahr 2008
Um 6,86% zurückgegangen, nämlich auf 15,39 Mrd. Euro ist der Gesamt-Verkehrswert der Immobilien, die in der Bundesrepublik zur Zwangsversteigerung anstanden (Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte). Fast alle Bundesländer - Ausnahme bilden Schleswig-Holstein, Bremen und Berlin - zeigen für das Jahr 2008 einen Rückgang an Verkehrswerten gegenüber dem Vorjahr.
Ausblick auf das Jahr 2009
Die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungen hat sich stabilisiert, ist jedoch mit 88.000 noch immer auf sehr hohem Niveau. So erfreulich der Rückgang der Zwangsversteigerungen in den neuen Ländern auch ist, bezogen auf 100.000 Einwohner ist die Zahl ein Vielfaches der Terminzahl in den alten Ländern. Städte im Westen mit einem Vielfachen der Einwohnerzahl haben weniger Termine als östliche Städte. Es wird Jahrzehnte dauern, bis hier ein Ausgleich erkennbar wird.
Ich glaube nicht, dass es im kommenden Jahr wesentlich weniger ZV-Termine geben wird als in 2008, zumal für viele die wirtschaftliche Situation nicht einfacher werden wird. Dies wird sich jedoch spürbar erst im übernächsten Jahr auswirken.

