Statistik: Jahresbericht Zwangsversteigerungen 2006Zahl der Zwangsversteigerungen knapp unter dem Rekord von 2005
Die Zahl der Termine im Jahr 2006 ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 % auf 91.036 Termine zurückgegangen. Damit hat sich der bereits im Halbjahresbericht 2006 festgestellte Rückgang an Zwangsversteigerungsterminen auch im zweiten Halbjahr leicht fortgesetzt. Die Summe der Verkehrswerte bewegt sich im Jahr 2006 bei 17,41 Mrd. € und verzeichnet gegenüber dem Vorjahr 2005 einen Rückgang von 927,88 Mio. €. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen wurde auch ein Rückgang der durchschnittlichen Verkehrswerte festgestellt.
Der Jahresbericht der Argetra GmbH über die Zwangsversteigerungen an den deutschen Amtsgerichten umfasst die im Jahr 2006 anberaumten Zwangsversteigerungstermine mit den entsprechenden Verkehrswerten an über 500 bundesdeutschen Amtsgerichten. Wie in den vergangenen Jahren bieten wir Ihnen die Zahlen auf Bundes- und Regionalebene, sowie für 40 branchenrelevante Städte. Gerne senden wir Ihnen den vollständigen, 8-seitigen Bericht auf Anforderung (hier anfordern) zu.
Entwicklung anberaumter Zwangsversteigerungstermine - 1995 bis 2006
Alle alten Bundesländer bis auf Schleswig-Holstein, Hamburg und Baden-Württemberg fallen durch Zunahmen an Zwangsversteigerungsterminen im Jahr 2006 auf: Hessen (+1,9 %), Bayern (+1,6 %), Niedersachsen / Bremen (+1,4 %) und Nordrhein-Westfalen (+1,2 %).
Die Neuen Länder sind - in der Betrachtung der absoluten Zahlen - teilweise immer noch Spitzenrei-ter in der Zwangsversteigerungs-Statistik. In Sachsen / Thüringen mit insgesamt 18.058 anberaumten Terminen konnte jedoch ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von -7,4 % festgestellt werden. Bemerkenswert ist auch die rückläufige Zahl in Berlin / Brandenburg mit -6,6 % sowie in Sachsen-Anhalt /Mecklenburg-Vorpommern mit -4,5 %.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Rückgang der anberaumten Termine vorwie-gend in den Neuen Bundesländern begründet ist. Hier hat der Markt auf die Versteigerungswelle in den letzten Jahren reagiert.
In einigen alten Bundesländern scheint die Zunahme an Terminen im 1 bis 2 % - Bereich auf den nachgelagerten Effekt zu beruhen, da der wirtschaftliche Entwicklung in den westlichen Ländern bes-ser war.
Insgesamt wurden im Jahr 2006 bei den deutschen Amtsgerichten 91.036 Zwangsversteigerungster-mine anberaumt, davon entfallen 70,6 % auf Ersttermine und 29,4 % auf Folgetermine. Bei den Fol-geterminen handelte es sich bei 36,8 % um Eigentumswohnungen, bei 35,1 % um Gewerbeob-jekte und bei 22,9 % um Ein- / Zweifamilienhäuser / Doppelhaushälften. Grundstücke waren mit 4,1 % betroffen, Garagen und Sonstiges nur mit 1,1%.


